Puzzle Chronicles Review
28.06.2010 – Den eher unbekannten Entwicklern rund um Infinite Interactive gelang wohl einer der größten Überraschungen des Jahres. Mit dem Arcade Spiel Puzzle Quest katapultierten sie sich an die Spitze diverser Statistiken und bekamen mehr Auszeichnungen als sie sich je zu hoffen gewagt hatten. Nun erscheint der Nachfolger des Titels in Kooperation mit Konami unter dem Namen Puzzle Chronicles. Ob auch der neue Titel mit einer gelungenen Kombination aus Rollenspielelementen und einer comicähnlicher Fantasy-Umgebung aufwarten kann, erfahrt ihr natürlich in unserem Test.
Gameplay
Spielerisch haben die Entwickler getreu dem Motto „never change a winning Team“ nicht sonderlich viel verändert. Die wesentlichen Elemente aus dem Vorgänger sind also auch in Puzzle Chronicles anzutreffen. Von einem Sklavensammler gefangen werdet ihr quer durch das ganze Land getrieben und auf diversen Märkten zum Verkauf angeboten. Doch eine anscheinend mitleidende Zauberin befreit euch von euren Fesseln, indem sie eine hohe Summe für euch zahlt. Zwar nicht ganz ohne Hintergedanken, aber das kann euch ja erst mal egal sein. Getrieben von Rachegelüsten nehmt ihr nun die Spur der Sklavenhändler auf. Ihr wollt sie für ihre Taten bestrafen und eure gefangenen Freunde befreien. Doch ihr lasst euch noch in viel größere Machenschaften ziehen, ihr kämpft gegen Untote, ja sogar gegen den König von Asharin.
Das Gameplay wurde grundlegend überhaupt nicht verändert. Ihr spielt immer noch gegen einen anderen Spieler eins gegen eins und müsst durch die Verbindung von 4 oder mehrerer gleichfarbigen Kugeln die mittlere Linie in die Richtung des Gegners schieben. Ganz in Manier von Tetris habt ihr verloren, wenn ihr mit einem Stein die Spielfeldgrenze berührt. Unterstützt werdet ihr dabei von Gegenständen oder auch Bestien. Diese könnt ihr per Y rufen, wenn ihr genügend Kugeln einer bestimmten Farbe zerstört habt. Screenshots der Spieloberfläche werden euch einen finalen Eindruck des Spielprinzips verdeutlichen und selbsterklärend eure Fragen beantworten.
Wie schon im Vorgänger finden sich auch hier wesentliche Rollenspielelemente. Neben der Story und den Vorstellen der Protagonisten wurde eine Art Levelsystem implementiert. Ihr könnt also bei genug gesammelten Erfahrungspunkten eurer Bestie Fähigkeitspunkte zuweisen. Dies verstärkt seine Bonusangriffe die ihr per Y einleiten könnt. Außerdem erhaltet ihr nach jedem gewonnen Kampf Goldeinheiten, die ihr gegen bessere Bestien, Gegenstände oder Waffen mit unterschiedlichen Spezialfähigkeiten eintauschen.
Auch der Schwierigkeitsgrad ist angenehm gestalten und durch das implementierte Tutorial, sollten sogar die Kämpfe zu Beginn des Spieles zwar fordernd aber machbar sein. Doch auch für die Hardcore Spieler unter euch gibt besondere Schwierigkeitsgerade. Ihr könnt diesen ganz nach euren Bedürfnissen leichter, oder schwerer stellen. Ebenfalls die spaßigen Minispiele, die quer durch das Spiel verteilt sind, steigern den Schwierigkeitsgrad und ziehen euch aus dem trägen Alltag von Puzzle Chronicles. Für die ganz harten unter euch, gibt es aber auch die Xbox Live Unterstützung. Dort könnt ihr gegen Kontrahenten aus der ganzen Welt antreten und den Puzzle König unter euch ausmachen.
Grafik und Vertonung
Während eines Kampfes ist der Bildschirm immer zweigeteilt. Während in der unteren Hälfte das Art Tetris Spiele abläuft, wird der Kampf in der oberen Hälfte 3-Dimensional und in HD veranschaulicht. Wenn man hier kein Street Fighter erwartet, ist dies eine durchaus gelungene Erweiterung zur tristen Darstellung der Kämpfe. Auch die Comicsequenzen dir euch durch die Handlung führen sind gelungen und passen zum Flair des Spieles. Passend dazu ziehen euch die englischen Stimmen in ihren Bann. Zwar gibt es nur einen deutschen Untertitel, dieser ist aber durch aus passabel. Abseits des Kampfgeschehens bewegt ihr euch auf einer Art Welt aus der Vogelperspektive. Diese ist prinzipiell wie ein Spielfeld aufgebaut. Ihr habt also pro Ort etwa 3-10 Orte die ihr per Klick anwählen könnt. Dort angekommen, könnt ihr per A bestimmte Aktionen ausführen, den Shop betreten, oder einen Kampf einleiten.
Leider fressen jedoch unzählige Ladesequenzen ein wenig am Spielspaß. Vor einem Kampf, nach einen Kampf, Öffnung des Inventares und noch mehr Aktionen führen dich erst mal zu dem Ladebildschirm, zwar ärgerlich aber noch aushaltbar. Musikalisch kommt der neuste Titel der Spieleschmiede ganz in alter Manier. Schöne, klassische Instrumentalwerke führen dich durch das Spielerlebnis.
Fazit
Mit dem Kauf von Puzzle Chronicles können Fans des Vorgängers eigentlich nichts falsch machen. Zwar wirkt die Story zu Beginn ziemlich Trocken, doch dies ändert sich im Spielverlauf extrem. Zwar kann der Titel nicht so revolutionär wie der Vorgänger daher kommen, weiß aber dennoch zu überzeugen. Der Charme ist beibehalten und die Story weiß Rollenspielfreunde zu begeistern. Seid ihr jedoch immer noch unentschlossen, könnt ihr euch auch die Testversion des Titels herunterladen.



